9. März 2010
- Harmonia axyridis (von Pallas 1773 erstmals beschrieben)
- Vielfache Probleme: Verdrängung heimischer Marienkäfern, Lästling in Häusern, Schädling an Wein
- Asiatischer Marienkäfer, Japanischer Käfer, Halloween-Marienkäfer, Harlekin-Marienkäfer
- Ältere Larven am Hinterleib mit gegabelte Fortsätzen, Käfer sehr form- und farbvariabel
- Charakteristisch beim Käfer: M- oder W-Zeichnung auf dem Halsschild
- Nahrungsspektrum breit aufgestellt (begründete seine Einsatz als Nützling)
- In Deutschland erste Meldungen aus dem Freiland Ende der 90er Jahre
- Seit 2006 in Deutschland breit nachweisbar, Europa weitere Verbreitung
- Unterschiedlich hohe Anpassungszeit für Etablierung im Freiland notwendig
- Lästling im Haus zum Herbst/Winter hin (incl. Bisse und Allergien)
- Schädling im Weinanbau durch Warnstoffabgabe, die zum Fehlton beim Wein führt
- Bekämpfung in Teilen angedacht, u.a. Fallen mit Duftstoffen, Insektizide, natürliche Feinde
… dann wieder bis Dienstag
thomas.lohrer@hswt.de
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29. Dezember 2009
- Bettwanze ist lange bekannt, im 16. Jahrhundert erste Aufstellungen zu Wanzen
- Weltweit 40.000 Wanzenarten; im deutschsprachigen Raum etwa 1000 Arten
- Vielfältige Gruppe (Pflanzensauger, Räuber, Lästlinge, Parasiten)
- Unvollständige (hemimetabole) Entwicklung
- Wanzen saugen am Parenchym, nicht am Phloem (somit auch kein Honigtau)
- Mundstachel am Kopf entspringend, waagerechte Flügelhaltung
- Unterschiedliche Flügelausbildung (Heteroptera), Scutellum, Wehrdrüsen
- Rhododendronnetzwanze (Blattsprenkelungen, Tiere blattunterseits)
- Natternkopfnetzwanze (schwarze Verfärbung der Blätter, Stauden)
- Grüne Futterwanze (netzartig aufgerissene Blattspreite; an Gehölzen)
- Feuerwanze als Lästlinge (Linde, Robinie), Blumenwanzen sind wichtige Nützlinge
- Literatur: Wanzen in vier Bänden von Wachmann, Melber und Deckert; Sauers Naturführer Wanzen und Zikaden; Landwanzen von Jordan aus der Reihe der Neuen Brehmbücherei
… dann wieder bis Dienstag
thomas.lohrer@fh-weihenstephan.de
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13. Oktober 2009
- Schneckenbekämpfung mittels Laufenten als mögliche Alternative
- In der Öffentlichkeit teils kontrovers diskutiert (“Rent an Ent”)
- Herkunft Asien, nach England Mitte des 19. Jahrhundert importiert
- Hohe Eiablagerate (bis zu 200 Eier pro Jahr)
- Sehr laufaktive Tiere, verschiedene Farbschläge, 10-20 Euro Kaufpreis/Tier
- Voraussetzungen zur Haltung sind vielfältig:
- Gruppentiere, mindestens ein Pärchen (Ente und Erpel)
- Mindestplatzangebot etwa 500 m² für ein Laufentenpaar
- Teich sinnvoll; als Zierteich jedoch nicht weiter nutzbar, Klärung beachten
- Tiere am Abend im Stall einschließen, Entsorgung des Einstreu berücksichtigen
- Grundstück umzäunen (u.a. Schutz vor Hunden)
- Als Futter dienen nicht nur Schnecken, Tierarzt als Ansprechpartner bei Problemen
- Literatur: Bjoern Clauss und Alexandra Vogel-Reich: Laufenten halten: Ein kleiner Ratgeber für alle Fälle; Internet: www.laufenten.de, www.laufis.de
- Entenkauf nur wohlüberlegt durchführen (entspricht dem Kauf eines Haustieres)
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thomas.lohrer@fh-weihenstephan.de
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