13. Juli 2010
- Insektenordnung der Pyrrhocoridae, weltweit, 300 Arten, 30 Gattungen
- Deutschland: Pyrrhocoris apterus (“die” Feuerwanze), benannt durch Linné
- Saugen an Samen von Pflanzen der Ordnung Malvales (u.a. Althaea, Malva, Tilia)
- Probleme durch geselliges Auftreten am Stamm, Mauer, Hecke (Sonne)
- Überwinterung als Imago (Bodenstreu), Paarung im Frühjahr, Eiablage im Boden
- Imago: 1 cm, schwarz-rote Färbung, schwarzer Hinterleib
- Larven: Flügelanlagen (kurze Stummel), roter Hinterleib, 5 Stadien
- Mögliche Verwechslungen: Feuerkäfer, Rotdeckenkäfer, Ritterwanze
- Besonderheiten: Entdeckung von Juvabion (Papierfaktor)
- Besonderheit: Entdeckung des X-Faktors (Geschlechtschromosom)
- Bekämpfung durch das Pflanzenschutzgesetz nicht abgedeckt
- Mechanische Bekämpfung, Haushaltsinsektizide an sensiblen Standorten
- Aus Sicht des Pflanzenschutzes als Lästling einzustufen
… dann wieder bis Dienstag
thomas.lohrer@hswt.de
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6. Juli 2010
- Eigene Familie (Gryllotalpidae), 60 Arten weltweit, in Europa nur eine Art
- Vielfältige Namen: Werre, Erdwolf, Erdkrebs, Gryllotalpa gryllotalpa
- Namensableitungen von Grille und Maulwurf, auch im englischen (mole cricket)
- Unverwechselbares Aussehen: bis 5 cm, Grabeorgane, geflügelt, Halsschild, urig
- Unvollständige Entwicklung, im 3. Jahr geschlechtsreif (dann noch ein Jahr lebensfähig)
- Sie legen oberflächennahe Gänge an, ernähren sich primär von tierischer Nahrung
- Bevorzugen warme, tiefgründige Böden, vermehrt in Süddeutschland anzutreffen, teils selten
- Partnersuche im Frühjahr außerhalb des Bodens, Männchen zirpen
- Eiablage im Boden (stabiles Nest), als Larve im Herbst 2-4 cm groß
- Keine Pflanzenschutzmittel derzeit zugelassen (früher Giftköder)
- Einsatz von parasitären Nematoden (gegen die erwachsenen Tiere)
- Anwendung von Fallen im Frühjahr, Ausgraben der Nester im späten Frühjahr
- Feinde (Maulwurf, Vögel, Katzen) nur eingeschränkt effektiv in der Bekämpfung
… dann wieder bis Dienstag
thomas.lohrer@hswt.de
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29. Juni 2010
- Weitere Vorstellung wichtiger und häufiger Rosenschädlinge
- Abwärtssteigender Rosentriebbohrer: 3-5 cm kurzer Miniergang an der Triebspitze durch Afterraupen
- Aufwärtssteigender Rosentriebbohrer: bis 10 cm langer Miniergang im Trieb durch Afterraupen
- Rosenprachtkäfer: Larve miniert im Trieb, zu Beginn mit spiraligen Gang
- Rosenzikade: Larven, Häutungsreste und adulte Tiere auf der Blattunterseite, Blattsprenkelung
- Blattläuse: Kolonien, Blattdeformationen, Honigtau, Rußtaupilze
- Rosenrindenlaus: Am Wurzelhals, Ameisenbesuch, Schutzwall aus Erde
- Blattminierer: Deutliche Miniergänge bis Platzminen (durch Maden und Raupen)
- Spinnmilben: Blattsprenkelungen, trocken-warme Bedingungen, Gespinste
- Lästlinge an Rosenblüten: Rapsglanzkäfer (Pollen), Rosenkäfer (teils Blütenschäden)
- Weitere Schädlinge: u.a. Thripse, Schildläuse, Nematoden
- Literatur: Dietrich Woessner: Rosenkrankheiten, Ulmer Verlag
… dann wieder bis Dienstag
thomas.lohrer@hswt.de
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